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Wir stärken Führungskräfte und ihre Teams,

damit sie ihre Ziele mit noch mehr Schwung erreichen.

Autor: Susanne Westphal - Institut für Arbeitslust URL: https://arbeitslust.de

7-Punkte-Drehbuch zum Verpacken von Hiobsbotschaften

„Wir müssen 200 Mitarbeiter entlassen.“

Es muss ja nicht gleich eine dramatische Botschaft derartig heftiger Ausmaße sein. Führungskräfte haben beinahe täglich ungangenehme Nachrichten zu verkünden — große und kleine. Und sie wissen manchmal gar nicht recht, wie sie es nun am besten formulieren könnten, dass Kurzarbeit ansteht, ein bereits genehmigter Urlaub wieder gestrichen wird, Überstunden gemacht werden oder die Mitarbeiter demnächst in ein Großraumbüro umziehen sollen. Hier einige Anregungen für die nächste schwierige Ansprache in der Mitarbeiterversammlung:

  1. Die Stimmung sofort klar machen und eigene Betroffenheit zeigen. Etwa so: „Was ich nun verkünde, fällt mir selbst nicht leicht und ich wünschte, ich hätte heute bessere Neuigkeiten für Sie.“
  2. Den Kontext erklären: Wie kam es dazu, dass wir nun in diese unangenehme Lage geraten sind? Gehen Sie nicht selbstverständlich davon aus, dass das allen klar ist. „Wie Sie wissen, haben wir im letzten Quartal drei wichtige Kunden verloren.“
  3. Was wurde im Vorfeld getan um zu verhindern, dass es zu negativen Auswirkugen kommt? „Und wie sie auch wissen, haben wir viele Anstrengungen unternommen, um diese wichtigen Kunden zu behalten.“
  4. Keine Schuldzuweisungen — eigene Verantwortung übernehmen! „Ich muss mich an die eigene Nase fassen: Ich habe diese Entwicklung zu spät erkannt und möglicherweise zu wenig unternommen, um bereits im Vorfeld Ersatzkunden zu akquirieren.“ So viel Selbsteinsicht ist natürlich nur etwas für Starke. Es lädt aber Mitarbeiter dazu ein, auch selbst über ihre eigenen Anteil an der Misere nachzudenken.
  5. Deutlich machen, dass die aktuelle Entscheidung wohl überlegt ist. Wenn Mitarbeiter den Eindruck haben, hier wurde bei einem Feierabendbier mal eben schnell ein Beschluss zu ihrem Nachteil gefasst, haben sie dafür kein Verständnis. „Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv mit der Lösung des Problems beschäftigt“ ist ein tröstlicher Hinweis.
  6. Noch schlimmere Alternativen aufzählen: Einen Geschäftsbereich komplett zu schließen ist schlimmer, also dort für eine Weile die Kosten zu reduzieren. Ein Umzug in ein entfernt gelegenes Industriegebiet ist weniger sympathisch als ein Großraumbüro.
  7. Vertrauen schaffen: Zählen Sie auf, was trotz Veränderung bleibt und worauf sich alle auch weiterhin verlassen können.
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