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Wir stärken Führungskräfte und ihre Teams,

damit sie ihre Ziele mit noch mehr Schwung erreichen.

Autor: Susanne Westphal - Institut für Arbeitslust URL: https://arbeitslust.de

Nobody is perfect! Perfektionismus fördert Selbstzweifel

Es ist paradox: Die Frage „bin ich gut genug?“ stellen sich zu selten die Schwachen, viel zu häufig die richtig Starken. Woran liegt das?

Starke Menschen haben besonders häufig Selbstzweifel.

Wer gut in seinem Fachgebiet ist, neigt häufig zu Perfektionismus. Es ist eine Frage des eigenen Anspruchs: Wer immer alles perfekt erledigen will, hat viele Jahre geübt, immer das Haar in der Suppe zu suchen und will bei jeder Aufgabe fehlerfreie Bestleistungen erbringen. Das ist anstrengend! Und meist werden die Bemühungen gar nicht anerkannt, weil kaum jemand noch das hohe Maß an Qualität beurteilen kann.

 

Lob von außen nützt nicht viel

Denn der wahre Perfektionist sieht immer noch mehr Verbesserungspotenzial als alle anderen. Und es ist gefährlich, sich allzu sehr darauf zu stützen, dass wir Anerkennung von außen bekommen. Schließlich können wir unsere Wirkung auf andere nur wenig beeinflussen. Viel wirksamer wäre es, wir würden uns selbst öfter mal loben. Anerkennen, was wir geschafft haben. Zufrieden sein, schon mit erfolgreichen Zwischenschritten. Bevor wir andere fragen, wie zufrieden sie mit unserer Leistung sind, sollten wir uns erst einmal selbst bewerten: Haben wir unser Bestes gegeben, im Rahmen unserer Möglichkeiten? Es sollte uns klar sein, dass andere bei ihrem Feedback immer eigene Maßstäbe ansetzen und von sich selbst ausgehen. Jemand, der längere Zeit im Ausland gelebt hat wird den englischsprachigen Vortrag eines Kollegen sicher kritischer bewerten als jemand, der sich mit Fremdsprachen selbst immer schwer getan hat. Sich immer mit den Besten zu vergleichen, ist frustrierend. Entscheidend ist doch: Haben wir uns seit dem letzten Mal gesteigert? Haben wir uns entwickelt und dazu gelernt?

 

Klare Prioritäten setzen, auch beim Formulieren von Zielen

Kein Mensch kann es allen recht machen, kann 1000 Aspekte im Auge behalten und immer alles richtig machen. Wer sich allzu viele Ziele setzt, kann nur unzufrieden werden. Die Gefahr, dass irgend etwas nicht optimal läuft, ist groß. Viel besser ist es, sich einen einzigen Punkt herauszupicken und diesen zu fokussieren. Was ist wichtiger: Soll ein Projekt ohne den geringsten Fehler über die Bühne gehen oder in Rekordzeit? Wollen wir ein Produkt möglichst oft verkaufen oder die Zahl der Reklamationen so gering wie möglich halten? Diesen Zielefokus sollten wir mit Vorgesetzten oder anderen Beteiligten abstimmen, damit klar ist, dass alle am selben Strang ziehen.

 

Sich selbst kleine Fehler erlauben

Wie sollen andere uns kleine Schnitzer verzeihen, wenn wir es selbst nicht tun? Vor jeder Aufgabe kann ich mir überlegen, welche Pannen möglich oder wahrscheinlich sind. Dann ist jede Unterschreitung der Fehlerzahl ein Erfolg!

 

Leichtigkeit ist wertvoll!

Erfolgreiche Menschen lieben schwierige Herausforderungen und haben diese auch oft genug schon mit Bravour gemeistert. Dabei übersehen sie leider manchmal: Wenn etwas ganz leicht gelingt, ist das genauso wertvoll! Feiern Sie also auch die Meilensteine, die Sie ohne Mühe erreicht haben. Und gönnen Sie sich zwischendurch Pausen. Kein Mensch kann jeden Tag einen Marathon laufen. Die erfolgreichsten Profisportler kennen die für sie passende Balance zwischen höchster Anstrengung und Ruhephase. Tun Sie das auch!

 

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