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damit sie ihre Ziele mit noch mehr Schwung erreichen.

Autor: Susanne Westphal - Institut für Arbeitslust URL: https://arbeitslust.de

Mitarbeitergespräch mit Tränen

Sehen Sie einen Gefühlsausbruch als Vertrauensbeweis.

Was tun, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter im Gespräch Tränen vergießen? Nicht jeder Mensch kann mit Kritik gut umgehen. Fühlt sich jemand angegriffen, zu unrecht behandelt oder vorgeführt, können die Augen schon einmal feucht werden. Ganz unabhängig davon, ob die Führungskraft sich nun tatsächlich im Ton vergriffen hat oder verletzen wollte. Nun kann man hier ganz unterschiedlich reagieren. Nicht empfehlen würde ich folgendes Verhalten:

  • Trösten: Auch wenn es gut gemeint ist: Durch tröstende Gesten wird der Eindruck noch verstärkt: „Du bist schwach, ich bin der Stärkere.“ Meist sind dem anderen die Tränen unangenehm und peinlich. Trösten macht es nicht besser.
  • Wegschieben: Bemerkungen wie „Jetzt stellen Sie sich mal nicht so an!“ wirken weder motivierend, noch helfen sie.
  • Weglaufen: Manche Menschen verunsichert es zutiefst, wenn ein anderer in ihrer Anwesenheit weint. Und sie ergreifen die Flucht. Diese Reaktion dürfte die Situation nicht verbessern: Erst fühlt sich ein Mitarbeiter verletzt, dann auch noch allein gelassen.
  • Ignorieren: Es wirkt wenig emphatisch, wenn jemand einfach weitermacht, als wäre nichts geschehen.
  • Vergleiche mit anderen: „Frau Meier habe ich eben dieselbe Nachricht übermittelt, die hat das besser weggesteckt.“ ist genauso ignorant wie ein Umschwenken auf die eigene Person: „Mir geht es auch schlecht damit.“ Es geht jetzt um Sie beide. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin zeigt Schwäche. Fangen Sie diesen Ball erst mal auf.

Besser:

Erst mal ein Taschentuch reichen, das würden wir ja auch tun, wenn jemand niest. Achten Sie darauf, dass Ihr Ton ruhig ist und sprechen Sie nicht zu schnell. Nehmen Sie sich Zeit, blicken Sie jetzt nicht auf die Uhr. Es hilft auch, eine kurze Sprechpause zu machen, Verständnis zu zeigen. Auf Zuhör-Modus umschalten und Fragen stellen. „Was ist Ihre Meinung zum Thema?“ oder „Ich merke gerade, das Thema geht Ihnen nah. Wie denken Sie darüber?“ Wird es ein ganz schlimmer Tränenausbruch, kann man auch eine längere Pause vorschlagen. „Möchten Sie lieber etwas später weitersprechen?“

Lassen Sie sich nicht verunsichern durch Gefühlsausbrüche. Es ist ein Vertrauensbeweis, wenn Ihnen jemand seine schwache Seite zeigt. Nehmen Sie es an als Geschenk.

 

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